Die Geschichte unserer Schule

Die erste gemeindeeigene Schule in Polling wurde im Jahre 1805 errichtet. Vielmehr müsste man eigentlich von einem provisorischen Klassenzimmer in der “Stube” eines Bauernhauses sprechen. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Schüler in das ca. 2 km entfernte Flaurling zur Schule pilgern. Wegen größerer Schwierigkeiten bzgl. der Räumlichkeiten wurde der gemeindeeigene Schulbetrieb 1818 allerdings wieder aufgehoben und mit dem von Flaurling vereint. In den folgenden Jahren erlangte Polling die politische Selbständigkeit und war daher bestrebt, endgültig einen eigenen Schulbetrieb zu führen. 1838 erbaute der hiesige Gemeindevorsteher Alois Daum, zum Teil mit eigenen finanziellen Mitteln, direkt an der Salzstraße ein Schulhaus mit Klassenzimmer und Lehrerwohnung.

Jahrzehnte später in den Jahren 1912-1913 wurde ein An- und Aufbau im Kostenausmaß von 26.000 Kronen durchgeführt, weil die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten. Durch diese für die geltende Zeit recht großen Aufwendungen kam Polling zu einem der schönsten und modernsten Schulhäuser des Oberinntales. Interessant ist auch, dass die gewiss sehr hohen Baukosten infolge der Geldentwertung der Nachkriegszeit mit einer einzigen Henne gedeckt werden konnten.

Das heutige Schulgebäude liegt am Südrand von Polling und wurde zu Beginn der 70er-Jahre erbaut. Ab Oktober 1973 wurde dort unterrichtet und die offizielle Eröffnungsfeier fand im Sommer 1974 statt. Der Kindergarten wurde 1985 installiert. Für beide Einrichtungen hat es ab 1995 umfangreiche Erweiterungsbauarbeiten gegeben. Die Volksschule hat in einer spektakulären Containerbauweise einen Zubau und eine Aufstockung um ein Stockwerk erhalten. Heute ist ein Schulbetrieb für 4 Klassenzimmer möglich.